Enes Sahman ist 29 Jahre alt und arbeitet seit Dezember 2020 in der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Fulda. Seine Arbeit ist geprägt von Begegnung auf Augenhöhe, Vertrauen und dem Ziel, jungen Menschen einen Ort zu bieten, an dem sie sich gesehen und verstanden fühlen.
Eine besondere Bedeutung hat für ihn der Jugendclub Ostend. Schon als Kind verbrachte er dort viel Zeit. Und auch nach seinem Bachelor-Studium im Bereich der Sozialen Arbeit ist er an diesen Ort zurückgekehrt und zwar für seinen Berufseinstieg als Sozialpädagoge. Mittlerweile hat Enes Sahman jedoch seinen Arbeitsort gewechselt und ist nun im Kinder- und Jugendtreff E20 am Aschenberg tätig.
Sein Arbeitsalltag ist so vielseitig wie die Menschen, mit denen er arbeitet. Festen Routinen kann selten nachgegangen werden – stattdessen bestimmen Offenheit und Flexibilität den Tagesablauf. Neben organisatorischen Aufgaben und Bürozeiten stehen vor allem die offenen Treffangebote im Mittelpunkt. Hier begegnet Enes Sahman Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 6 bis 27 Jahren. Sie kommen, um zu spielen, sich auszutauschen oder einfach Zeit miteinander zu verbringen – etwa beim Kickern, Billardspielen oder bei Aktionen wie einem gemeinsamen Ausflug oder einem Lagerfeuer am Abend.
Im Kern seiner Arbeit geht es um den Aufbau von Beziehungen. Enes Sahman nimmt sich Zeit, hört zu und ist da, wenn Unterstützung benötigt wird. Viele Jugendliche vertrauen sich ihm an – sei es bei schulischen Herausforderungen, Bewerbungen, Praktika oder bei persönlichen Themen des Alltags. Genau dieses Vertrauen macht seine Arbeit so wertvoll.
Was ihn besonders motiviert, ist die Nähe zu den Menschen und die Möglichkeit, Entwicklungen mitzuerleben. Junge Menschen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Fortschritte zu sehen, ist für ihn einer der erfüllendsten Aspekte seines Berufs.
Ein Highlight sind für Enes Sahman Projekte, in die er eigene Interessen einbringen kann, zum Beispiel sportliche Angebote wie American Football, was er selbst in seiner Freizeit betreibt. Solche Aktivitäten fördern nicht nur Bewegung, sondern schaffen Gemeinschaft und eröffnen neue Perspektiven.
Enes Sahman erlebt in seiner Arbeit vor allem Zusammenhalt, Offenheit und großes Potenzial im Stadtteil Aschenberg. Genau hier setzt seine Arbeit an. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen sich junge Menschen entfalten und aktiv einbringen können.
Für Enes Sahman ist die Kinder- und Jugendförderung unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft. Sie bietet Orientierung, Unterstützung und Perspektiven, ohne dabei Wege vorzugeben. Die individuelle Stärkung und Begleitung der jungen Menschen steht im Mittelpunkt.
Seine Arbeit beschreibt er selbst als „ereignisreich, spannend und manchmal auch ein wenig chaotisch“. Umso wichtiger ist für ihn der Rückhalt im Team und die enge Zusammenarbeit mit seinen Kolleginnen und Kollegen.
Ein Beruf, der nicht nur fordert, sondern vor allem Sinn stiftet!